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Else Ury
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Johanna Else Ury (geboren 1. November 1877 in Berlin-Mitte; gestorben 13. Januar 1943 im KZ Auschwitz-Birkenau) war eine deutsche Schriftstellerin, Kinderbuchautorin und ein Opfer des Holocaust.
Ihre bekannteste Figur ist die blonde Arzttochter Annemarie Braun, deren Leben sie in den insgesamt zehn Bänden der Reihe Nesthäkchen erzählt. Die Reihe ist bis heute, allerdings in einer gekßrzten und dem heutigen Sprachstil angepassten Form, im Buchhandel erhältlich. Daneben schrieb sie eine Reihe weiterer Bßcher und Erzählungen, die sich vor allem an Mädchen richteten und in denen sie ßberwiegend ein traditionell bßrgerliches Familien- und Frauenbild vertrat.
Die in der ausgehenden wilhelminischen Zeit und der Weimarer Republik bekannte und beliebte Kinderbuchautorin wurde als JĂźdin unter dem Regime der Nationalsozialisten entrechtet, deportiert und im deutschen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau unmittelbar nach Ankunft des Deportationszuges aus Berlincite-ref-1[1] 1943 in einer Gaskammer ermordet.
Contents
⢠Leben
⢠Jugend
⢠Erste Bßcher
⢠Nesthäkchen
⢠Erster Weltkrieg
⢠Werk
⢠Werkbetrachtung
⢠Werkßbersicht
⢠Romane
⢠Kurzgeschichten
⢠Ăbersetzungen
⢠Verfilmungen
⢠HÜrspiele
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Leben
Jugend
Ury wurde als drittes Kind des Berliner Tabakfabrikanten Emil Ury und seiner Frau Franziska, geb. Schlesinger, in der Heilige-Geist-StraĂe 21 in Berlin geboren und Johanna Else genanntcite-ref-2[2]. Die Familie Ury zählte während der Kindheit Else Urys zu den wohlhabenden, liberal gesinnten BildungsbĂźrgern der wilhelminischen Zeit.cite-ref-l-ke-3-0[3] Emil Ury gehĂśrte der jĂźdischen Gemeinde an: âVater Ury entrichtete regelmäĂig seinen Obolus fĂźr die Gemeinde, feierte am Freitagabend mit der Familie das Shabbatmahl, zĂźndete am Chanukka-Fest die Kerzen an.âcite-ref-brentzel23-4-0[4] Christliche Feiertage wie Weihnachten und Ostern wurden als Kinderfeste begangen; die Urys waren assimilierte Juden und begriffen sich als patriotische Deutsche.cite-ref-brentzel-5-0[5]
Bis 1905 lebte die Familie in Berlin-Mitte.cite-ref-brentzel9-6-0[6] Die älteren BrĂźder Ludwig und Hans besuchten das Gymnasium und studierten anschlieĂend Medizin beziehungsweise Jurisprudenz. Else und ihre jĂźngere Schwester Käthe besuchten dagegen die KĂśnigliche Luisenschule, ein privates und schulgeldpflichtiges Lyzeum, dessen Unterrichtsschwerpunkt auf Fächern wie Handarbeiten, englische und franzĂśsische Konversation, Musik, Zeichnen und Etikette lag. In der Erziehung der beiden Mädchen spiegelt sich die klare Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern, die den Männern die Berufs- und Erwerbsarbeit, den Frauen hingegen als Aufgabenfeld Haushalt und Familie vorbehielt. FĂźr beide Mädchen war die zehnte Klasse â wie Ăźblich fĂźr Mädchen ihrer Zeit â die letzte Klasse ihrer Schulausbildung. 1894, in dem Jahr, in dem Else Ury die Schule verlieĂ, gab es noch keine Mädchengymnasien in Berlin. Die einzige Weiterbildung, die entsprechend den damaligen Konventionen einer jungen Frau aus gutbĂźrgerlichem Hause offenstand, war der Besuch eines Lehrerinnenseminars. Ihre jĂźngere Schwester besuchte eine dieser Einrichtungen und machte vor ihrer Ehe noch das Lehrerinnenexamen. Else Ury erlernte keinen Beruf, sondern lebte weiterhin bei ihren Eltern. Auch dies war fĂźr ihre Zeitgenossinnen aus gutbĂźrgerlichen Familien eine typische Lebensstation (Volker Ullrich nannte in seinem Werk Ăźber das Deutsche Kaiserreich den Zeitraum nach dem Abschluss der Schulausbildung die âPhase der gepflegten Langeweile, des Wartens auf den Heiratskandidaten, in die sich mit zunehmender Dauer die Furcht mischte, als âAlte Jungferâ sitzenzubleibenâ.cite-ref-ulrich-7-0[7]).
Das erste Ăźberlieferte Werk der Autorin ist das TheaterstĂźck Im Bahnhofsrestaurant Danziger RĂśssâl, das sie 1898 fĂźr den Polterabend ihrer Cousine Martha Davidsohn verfasste und in dem sie auch selbst auftrat.cite-ref-8[8]
Marianne Brentzel vermutet in ihrem Buch Nesthäkchen kommt ins KZ, dass Else Ury ab 1900 zunächst Reiseberichte und Märchen in der Vossischen Zeitung unter einem Pseudonym verÜffentlichte.cite-ref-9[9] Fßr diese Auffassung gibt es bislang keine Belege.cite-ref-10[10]
Erste BĂźcher
1905 erschien Else Urys erstes Buch Was das Sonntagskind erlauscht, eine Märchensammlung, von der bis 1927 55.000 Exemplare verkauft wurden.cite-ref-brentzel10-11-0[11] Das Buch richtete sich an ein christliches Publikum. Der aufwändig gestaltete Einband zeigte einen von Weihnachtsbäumen eingerahmten Nikolaus; die Bildtafel in der Mitte einen Engel, und eine der Geschichten (Das Abendgebet) erzählt von einem Kind, dessen Abendgebet eine Missionarsfamilie in der Kolonie Deutsch-SĂźdwestafrika vor der Ermordung durch Hereros rettet (in dieser Geschichte finden sich laut Wolfgang Benz auch ârassistische Ressentimentsâcite-ref-12[12]). Dass sich Else Ury dem Schreiben von Märchen widmete, ist nicht erstaunlich: Märchen waren im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts die am weitesten verbreitete kinderliterarische Gattung.cite-ref-karrenbrock-13-0[13]
Im gleichen Jahr zog die Familie nach Charlottenburg, dem âneuen Westenâ; dies bedeutete einen sozialen Aufstieg.cite-ref-brentzel9-6-1[6]
Else Urys zweites Buch Studierte Mädel ragt aus ihrem Gesamtwerk durch sein Thema heraus. Ury macht hier ein einziges Mal in ihrem Schaffen deutlich, dass eine akademische Ausbildung fĂźr Mädchen kein Hindernis fĂźr EheglĂźck und Familie sein muss. Das Buch erschien 1906 und wurde sowohl von der Presse als auch vom Publikum wohlwollend aufgenommen. Das Erscheinen des Buches fiel in die Zeit, als Frauen allmählich an deutschen Universitäten zugelassen wurden. Das Thema war daher modern und zeitgemäĂ; gleichzeitig fehlten dem Buch aber emanzipatorische Forderungen, wie sie etwa von Gertrud Bäumer oder gar Clara Zetkin vertreten wurden. Die beiden weiblichen Hauptpersonen des Buches heiraten, und fĂźr die eine ist die Ehe sogar der Anlass, ihr Studium vorzeitig abzubrechen. Das Buch wurde nicht nur von jungen Mädchen gelesen; Else Ury fand mit diesem Werk auch eine Leserschaft unter erwachsenen Frauen. FĂźr Ury gleichfalls ungewĂśhnlich ist die negative Darstellung des Adels in diesem Buch. Kritik am Adel, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts seinen Ăśkonomischen Bedeutungsverlust durch ein Beharren auf seinen politischen Privilegien kompensierte, war in der Literatur zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchaus gängig; aber im Schaffen von Else Ury tritt sie in dieser Schärfe nur in diesem Buch auf. Studierte Mädel war das Buch, das Else Ury bekannt machte. Mehrmals erschien ihr Foto in Zeitungen; Mädchenzeitschriften warben um Vorabdrucke ihrer Erzählungen. Else Ury band sich an die Zeitschrift Das Kränzchen, in der ihr nächstes Buch Vierzehn Jahr' und sieben Wochen (Fortsetzung: DornrĂśschen) und einige weitere Backfischgeschichten, zunächst als Fortsetzungsgeschichte, abgedruckt und später von der UDV (Union deutsche Verlagsgesellschaft) in Buchform in der beliebten Reihe der Kränzchen-Bibliothek aufgelegt wurden. 1908 folgte ein weiterer Märchen- und Erzählband mit dem Titel Goldblondchen. 1913 erhielt Else Ury mit diesem Buch die einzige Ăśffentliche Auszeichnung fĂźr ihre BĂźcher: Die Jugendschriften-Warte, das Mitteilungsblatt der âVereinigten PrĂźfungsausschĂźsseâ, klassifizierte diesen Märchenband als lesenswert fĂźr Kinder der 3. Klasse. Sie war damit die einzige Frau, die 1913 eine solche Auszeichnung durch den Vereinigten Deutschen PrĂźfausschuss fĂźr Jugendschriften erhielt. Die Auszeichnung, die Else Ury bezeichnenderweise fĂźr eine Märchensammlung und nicht fĂźr ihr zeitgemäĂeres Buch Studierte Mädel erhielt, ist durchaus hoch zu werten. Frauen wie etwa Clementine Helm (Backfischchens Freuden und Leiden), Thekla von Gumpert oder Emmy von Rhoden (Der Trotzkopf), die als Vorgängerinnen von Else Ury vielgelesene MädchenbĂźcher geschrieben hatten, wurden pauschal als kitschig und fĂźr heranwachsende Mädchen als schädlich beurteilt.
Nesthäkchen
Siehe Hauptartikel zur Nesthäkchen-Reihe.
Kurz vor dem Ersten Weltkrieg erschien mit Nesthäkchen und ihre Puppen der erste Band der Nesthäkchenreihe, die bis 1925 auf insgesamt zehn Bände anwuchs. Die Erzählungen machten Else Ury zu einer der bekanntesten Kinderbuchautorinnen der Weimarer Zeit und ihre Titelheldin Annemarie Braun, die goldblonde Arzttochter aus Berlin, zu einer Identifikationsfigur fĂźr viele Mädchengenerationen. Einige der Bände wurden in den 1930ern Ăźbersetzt und in Frankreich, Norwegen und den Niederlanden verlegt. Bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden von den Nesthäkchen-BĂźchern fast sieben Millionen Exemplare verkauft. 1983 wurden die drei ersten Bände als ZDF-Weihnachtsserie verfilmt; sie wurden seither mehrfach wiederholt. Bei einer Umfrage unter erwachsenen Frauen, die in Deutschland aufgewachsen waren, nannten am Ende des 20. Jahrhunderts 55 % Nesthäkchen unter den bekanntesten MädchenbĂźchern an erster Stelle.cite-ref-brentzel40-14-0[14] Noch im Jahre 2004 wurde der erste Band der Reihe von Susanne Gaschke in ihrer Zusammenstellung von fĂźr Kinder besonders geeigneten BĂźchern genannt.cite-ref-gaschke-15-0[15] 2006 verĂśffentlichte Steven Lehrer eine englische Ăbersetzung des 4. Bandes unter dem Titel Nesthäkchen and the World War.
Ury beschreibt mit dieser Kinderreihe fast ein ganzes Frauenleben von der Kaiserzeit bis zur Weimarer Republik. Rund siebzig Lebensjahre umfassen die 10 Nesthäkchen-Bände: In Nesthäkchen und ihre Puppen ist die Protagonistin Annemarie Braun ein aufgewecktes Mädchen im Vorschulalter. Else Ury stellt ihren jungen Leserinnen die Figur in direkter Ansprache vor:cite-ref-ury-16-0[16]
âHabt ihr schon mal unser Nesthäkchen gesehen? Es heiĂt Annemarie, ein lustiges Stubsnäschen hat unser Nesthäkchen und zwei winzige BlondzĂśpfchen mit groĂen, hellblauen Schleifen. 'Rattenschwänze' nennt Bruder Hans Annemaries ZĂśpfe, aber die Kleine ist ungeheuer stolz auf sie. Manchmal trägt Nesthäkchen auch rosa Haarschleifen und die Rattenschwänzchen als niedliche kleine Schnecken Ăźber jedes Ohr gesteckt. Doch das kann es nicht leiden, denn die alten Haarnadeln pieken.â
Die ursprĂźnglichen 6 Bände schildern Annemaries Kinder- und Jugendzeit bis zur Heirat, mit der Ury die Reihe eigentlich abschlieĂen wollte. Die weiteren 4 Bände entstanden auf Wunsch des Verlegers und erzählen von Annemaries Kindern und Enkelkindern. In Nesthäkchen im weiĂen Haar (erschienen 1925) hält Nesthäkchen ihr erstes Urenkelkind im Arm.
Nesthäkchen zeigt eine meist heitere Kinderwelt, in der Mädchen und Jungen gleiche Stärken und Schwächen aufweisen kÜnnen und miteinander spielend und wetteifernd aufwachsen. Diese kindliche relative Gleichberechtigung entschwindet jedoch mit Eintritt in die Erwachsenenwelt, welche fßr die Mädchen ein Frauendasein vorsieht, dessen hÜchste Erfßllung das Aufgehen in Ehe und Familie ist, unter Preisgabe eigener Berufsziele und Talente, die, so scheint es, Frauen den Interessen ihrer Ehemänner gern unterordnen. Willig gibt Annemarie Braun nach nur einem Jahr ihr Medizinstudium auf, das sie begonnen hatte, weil sie später ihrem Vater in seiner Praxis assistieren wollte. Rudolf Hartenstein, den Annemarie Braun heiratet, ist gleichfalls Arzt, und gemeinsam mit ihm hat sie drei Kinder. Auch fßr Annemarie Brauns TÜchter ist die Ehe die Erfßllung. Sogar ihre jßngste Tochter Ursel, die mit dem Vater leidenschaftlich um das ersehnte Gesangsstudium gekämpft hat, vergisst ihre beruflichen Ambitionen, als ein reicher Brasilianer sie heiraten mÜchte.
Else Ury schildert im 4. Band die Erlebnisse der nun zehnjährigen Annemarie Braun, deren Vater als Militärarzt in Frankreich dient, während die Mutter wegen des Kriegsausbruches nicht in der Lage ist, nach Deutschland zurĂźckzukehren. Gemeinsam mit ihren zwei älteren BrĂźdern Hans und Klaus wird Annemarie in dieser Zeit von der GroĂmutter betreut. Zentrale Handlung der Erzählung ist die Begegnung mit ihrer neuen MitschĂźlerin, der Deutsch-Polin Vera, die zu Beginn der Erzählung kein Deutsch spricht. Vera wird von Nesthäkchen aus der Klassengemeinschaft als Ausländerin und angebliche âSpioninâ ausgegrenzt. Das ändert sich erst, als Veras Vater im deutschen Kriegsdienst an der Front fällt; die beiden Mädchen werden Freundinnen. Der Band endet mit den Worten:
âMĂśgen es bald die Friedensglocken sein, die Deutschland durchjubeln â das walte Gott. Mit diesem Wunsche nehme ich Abschied von Euch, meine lieben jungen Leserinnen. Auch mancher von Euch hat der Weltkrieg wohl, gleich unserem Nesthäkchen, Opfer auferlegt, kleine und grĂśĂere. Aber ich bin davon durchdrungen, dass auch Ihr sie freudig fĂźrs Vaterland auf Euch genommen habt. Wenn das schwere Ringen zu Ende und ein siegreicher Frieden unserer teuren Heimat beschieden ist, dann erzähle ich Euch, was aus Doktors Nesthäkchen wurde.â
Else Ury schrieb den vierten Band der Nesthäkchen-Geschichte Nesthäkchen und der Weltkrieg bereits während des Ersten Weltkriegs. Das Datum der Erstausgabe ist heute bei Ury-Kennern umstritten: Einige gehen von einer späteren Herausgabe nach dem Krieg aus (aufgrund von Papierknappheit). Andere halten es fßr wahrscheinlicher, dass der Band schon 1917 erschien; dafßr spricht der Schlusssatz des Buches.
Erster Weltkrieg
Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs verĂśffentlichte Else Ury fĂźnf weitere BĂźcher, die sie zu einer wohlhabenden Frau machten. Der Kriegsausbruch hatte die Familie Ury in ihrem traditionellen Ferienort, dem schlesischen KrummhĂźbel, Ăźberrascht; woraufhin man umgehend heim nach Berlin reiste.
Else Ury teilte die allgemeine Kriegsbegeisterung, die in den ersten Tagen nach Kriegsausbruch herrschte. Bis zum Ausbruch des Krieges im Jahre 1914 war die Verfassungszusage aus dem Jahre 1870, die jßdischen Mitbßrgern die rechtliche Gleichstellung im Deutschen Reich gewährte, vor allem von der Armee boykottiert worden. Juden hatten keine Chance, aktive Offiziere zu werden. Selbst zu Reserveoffizieren wurden sie zwischen 1885 und 1914 nicht befÜrdert. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs hatte jedoch Kaiser Wilhelm II. in seiner zweiten Balkonrede vom 1. August 1914 beteuert, dass er keine Parteien und Konfessionen mehr kenne, sondern nur noch Deutsche. Fßr viele jßdische Bßrger schien der Zeitpunkt gekommen zu sein, unter Beweis zu stellen, dass man AngehÜriger der deutschen Nation sei. Der Central-Verein deutscher Staatsbßrger jßdischen Glaubens rief noch am Tag des Mobilmachungsbefehls auf, sich freiwillig zum Kriegsdienst zu melden:cite-ref-battenberg-17-0[17]
â⌠In schicksalsernster Stunde ruft das Vaterland seine SĂśhne unter die Fahnen. Dass jeder deutsche Jude zu den Opfern an Gut und Blut bereit ist, die die Pflicht erheischt, ist selbstverständlich. Glaubensgenossen! Wir rufen Euch auf, Ăźber das MaĂ der Pflicht hinaus Eure Kräfte dem Vaterlande zu widmen! Eilet freiwillig zu den Fahnen! Ihr alle â Männer und Frauen â stellt Euch durch persĂśnliche Hilfeleistung jeder Art und durch Hergabe von Geld und Gut in den Dienst des Vaterlandes!'â
10.000 deutsche Juden meldeten sich freiwillig zum Kriegsdienst fĂźr Deutschland.cite-ref-herzig-18-0[18] Else Urys Bruder, der Arzt Hans Ury, begleitete als Militärarzt einen der ersten MilitärzĂźge nach Frankreich.cite-ref-brentzel12-19-0[19] Else Ury beteiligte sich an der KriegsfĂźrsorge des Nationalen Frauendiensts. Im Kriegsjahr 1916 druckte die Zeitschrift Das Kränzchen einen ihrer Kriegsromane, Lieb Heimatland, als Fortsetzungsroman ab. Else Urys Biografin Marianne Brentzel hat diese Erzählung als kriegsbegeistert, kaisertreu und voll naiver Parteilichkeit fĂźr die kriegsvertriebenen OstpreuĂen bezeichnet.cite-ref-brentzel30-20-0[20] Patriotismus und Verharmlosung des Krieges finden sich auch in einigen anderen Werken Else Urys, z. B. in FlĂźchtlingskinder (1918) sowie in der Erzählung Eine kleine Heldin aus dem 1914 erschienenen Erzählungsband Huschelchen. Ăber Else Urys Reaktion auf den verlorenen Krieg ist nichts bekannt.
Erfolgsautorin Else Ury
Die Nesthäkchen-Reihe war 1925 mit dem letzten Band abgeschlossen. Seit 1923 arbeitete Else Ury zudem an einer neuen Kinderbuchreihe, die sie Professors Zwillinge nannte und die fßnf Bände umfassen sollte.
Die Reihe Nesthäkchen wurde fĂźr Ury und ihren Herausgeber, den Meidinger Verlag, der finanziell grĂśĂte Erfolg. 1960 bezeugte der Leiter der Buch-, Musikalien und Kunstabteilung des Warenhauses Wertheim, zu dem auch der frĂźhere Meidinger Jugendschriftenverlag gehĂśrte, vor dem Nachlassverwalter von Else Ury, dass von 1922 bis 1933 die Auflage der NesthäkchenbĂźcher und die Serie Professors Zwillinge etwa eineinhalb bis eindreiviertel Millionen Exemplare betrug. Else Ury hat in dieser Zeitspanne eine Tantieme von etwa einer Viertelmillion Reichsmark erhalten.cite-ref-brentzel44-21-0[21]
Else Ury erhielt von ihren Verlagen ihr Honorar in Goldmark gezahlt und zählte damit zu den wenigen, die von der Inflation der 1920er Jahre persÜnlich wenig getroffen waren. Sie unterstßtzte die Familie ihrer Schwester, die als Beamtenfamilie unter den Auswirkungen der Inflation sehr viel stärker litt, indem sie während der Sommermonate ihren Neffen Klaus bei sich aufnahm. Durch ihren finanziellen Erfolg konnte sie sich in dem traditionellen Ferienort Krummhßbel ein Haus kaufen, in dem sie eine Wohnung als Feriendomizil fßr sich und ihre Familie nutzte. Ihre Begeisterung fßr den unter Berlinern beliebten Ferienort im Riesengebirge hatte sie bereits in der 1920/1921 entstandenen Erzählung Hänschen Tunichtgut ausgedrßckt. Ihr Haus taufte sie Haus Nesthäkchen und mindestens einmal bewirtete sie dort pressewirksam begeisterte Leserinnen ihrer Nesthäkchen-Reihe mit Kuchen und Schokolade. Der finanzielle Erfolg ermÜglichte ihr auch, etwa um das Jahr 1927, gemeinsam mit ihrem Bruder Hans eine Reise nach Italien zu unternehmen.
Else Ury war in den späten 1920er Jahren eine geachtete Person des Üffentlichen Lebens. Im Radio wurden seit 1926 ihre Geschichten vorgelesen. Zu Else Urys 50. Geburtstag am 1. November 1927 richtete ihr der Meidinger Jugendschriftenverlag einen Geburtstagsempfang im Berliner Adlon Hotel aus. Der Meidinger-Verlag richtete von 1929 bis 1932 die sogenannte Nesthäkchenpost ein, eine Kolumne im Meidinger-Kinderkalender, die es Ury ermÜglichte, ihre umfangreiche Verehrerpost zu empfangen und Üffentlich zu beantworten.
Zeit der Verfolgung
Hitlers Machtergreifung wurde von vielen, auch von in ihrer politischen Anschauung gemäĂigten Menschen begrĂźĂt. Auch Else Ury zeigte in ihrem letzten, 1933 verĂśffentlichten Roman Jugend voraus! sehr chauvinistische, den Sprachduktus der Nationalsozialisten adaptierende TĂśne und Inhalte.
Erzählt wird die Geschichte einer Familie, die in materielle NÜte gerät, nachdem der Vater seine Stelle verliert. Die Mutter ßbernimmt Schreibarbeiten, angeblich weil das Vaterland die Mitarbeit von allen, ob Mann oder Frau, braucht, um wieder zu erstarken, tatsächlich jedoch, weil die Familie das verdiente Geld dringend benÜtigt. Die Ferienarbeit des Sohnes auf einem Bauernhof wird als Unterstßtzung des Bauernstandes als Grundstein des deutschen Volkes angepriesen. Wahrscheinlicher aber sollten die Stadtkinder auf dem Lande aufgepäppelt werden und halfen als Gegenleistung auf den HÜfen.
Das Buch, das nach dem Judenboykott gegen jĂźdische Geschäfte am 1. April 1933, dem Entzug der kassenärztlichen Zulassung fĂźr jĂźdische Ărzte und den BĂźcherverbrennungen erschien, endet mit einer Demonstration zum 1. Mai, bei der Hitler und Hindenburg anwesend sind.
Marianne Brentzel schreibt Ăźber Else Ury in dieser Lebenssituation:cite-ref-brentzel45-22-0[22]
âElse Ury war eine unpolitische, konservative Frau des deutschen BĂźrgertums, die mit groĂer menschlicher Anteilnahme das Massenelend der Arbeitslosigkeit sah und im Sog der Massenbegeisterung Hitler fĂźr eine mĂśgliche LĂśsung aus der tiefen Staatskrise hielt. Sie hat 1933 die Augen vor der politischen Wirklichkeit verschlossen, wie sie es vor den Geschehnissen im Ăśffentlichen Raum ihr ganzes Leben getan hat. Sie hat einmal mehr der heilen, deutschen Familie ein Denkmal setzen wollen.â
Die Entrechtung der Juden im nationalsozialistischen Deutschen Reich erfolgte schleichend. In den zwĂślf Jahren der NS-Diktatur wurde kein einheitliches Judengesetz erlassen, sondern eine Vielfalt von Ăźber 2.000 Gesetzen und Erlassen, die bis 1941 die Juden in Deutschland schrittweise rechtlos machten.cite-ref-herzig1-23-0[23]
Am 6. März 1935 wurde Else Ury aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen, was gleichbedeutend mit einem Berufsverbot fßr sie war. Dass Else Urys Bßcher in Deutschland nach 1935 dennoch weiterhin sehr beliebt waren, zeigt sich an einem Kommentar in der Geschichte des deutschen Jugendbuches von 1942:cite-ref-graebsch-24-0[24]
âSie (die Backfischliteratur) fĂźhrte zu den ebenso tĂśrichten, aber weit verbreiteten Fortsetzungsgeschichten von Emmy v. Rhoden âTrotzkopfâ und den âNesthäkchenbändenâ der jĂźdischen Verfasserin Else Ury, die hier deshalb ausdrĂźcklich aufgefĂźhrt wird, weil sie heute noch gelesen wird, ohne dass man Ăźber ihre Abstammung unterrichtet ist.â
Else Ury versuchte 1938/1939, einige ihrer älteren Märchen und Erzählungen ins Englische zu Ăźbersetzen und nach England zu verkaufen, doch der Versuch scheiterte letztlich. Der Hintergrund hierfĂźr war nicht antisemitisch bedingt: Urys Neffe Klaus Heymann berichtet, dass er die Ăbersetzungen âganz entsetzlichâ fand und der angesprochene Verleger Swifton die Geschichten als inhaltlich ânicht zeitgemäĂâ ablehnte.cite-ref-25[25]
Else Urys BrĂźder durften â als Teilnehmer des Ersten Weltkriegs durch das Frontkämpferprivileg geschĂźtzt â zunächst in ihren Berufen als Rechtsanwalt und Arzt weiterarbeiten. Elses Bruder Hans, mit dem sie besonders eng verbunden war, beging im Sommer 1937 Selbstmord. Durch Rechtsverordnung wurde 1938 allen jĂźdischen Ărzten die Approbation und allen jĂźdischen Rechtsanwälten die Rechtsanwaltszulassung entzogen; Letztere durften nur noch unter der Bezeichnung Konsulenten die Interessen von Juden vertreten. Die Reisepässe von Juden wurden durch einen so genannten Judenstempel mit einem roten J gekennzeichnet. Mit einer Namensänderungsverordnung wurden Zwangsvornamen eingefĂźhrt. Einige Familienmitglieder von Else Ury emigrierten ins Ausland; ihre Neffen Fritz Ury und Klaus Heymann lebten bereits seit 1936 in London. Else Ury besuchte 1938 ihre Neffen eine Woche lang in London, kehrte aber nach Deutschland zurĂźck, um weiterhin ihre gehbehinderte Mutter zu pflegen.cite-ref-26[26]
1948 berichtete Georg Kast, ein Angestellter der Commerzbank, bei der Else Ury Konten hielt, in einem Brief an Urys Neffen Klaus Heymann von einer Begegnung mit ihr im Jahre 1938:cite-ref-brentzel48-27-0[27]
âIch stand persĂśnlich sehr gut mit Ihrer Tante, und wir gingen in unseren Ansichten sehr conform. Meine noch zu einer Zeit, wo es mĂśglich war, an Frl. Ury gerichtete Mahnung, auszuwandern, lehnte sie mit den Worten ab, die ich bis heute nicht vergessen habe: âWenn meine Glaubensgenossen bleiben, dann habe ich so viel Mut, Charakter und die feste Entschlossenheit, ihr Los zu teilen.ââ
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Marianne Brentzel
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Nesthäkchen kommt ins KZ
1939 gelang Else Ury eine letzte Reise zu ihrem Ferienhaus in KrummhĂźbel. Auch hier trugen die Geschäfte die Schilder, die ihr als JĂźdin den Zutritt verboten. Die Ladeninhaber waren jedoch bereit, der einstmals angesehenen Einwohnerin Ware zu liefern, wenn sie ihre Hausmeistersfrau schickte oder die Waren telefonisch bestellte. Zu diesem Zeitpunkt war bereits der Zwangsverkauf des Hauses eingeleitet: In der Verordnung Ăźber den Einsatz des jĂźdischen VermĂśgens vom 3. Dezember 1938 war unter anderem die ZwangsveräuĂerung von Grundeigentum in jĂźdischem Besitz verfĂźgt.cite-ref-battenberg2-28-0[28] Erst am 9. April 1942 wurde Else Urys Haus beschlagnahmt und das Deutsche Reich als EigentĂźmer eingeschrieben. MĂśglicherweise war die VerzĂśgerung darin begrĂźndet, dass sich kein Käufer fand.
1940 wurden von der nationalsozialistischen Regierung weitergehende Beschränkungen erlassen: Den Juden, die bereits seit 1939 kein Radio besitzen durften, wurden jetzt auch die Telefonanschlßsse entzogen, sie verfßgten ßber keine Kleiderkarten mehr, Einkaufs- und Ausgehzeiten waren reglementiert, und Lebensmittelrationen wurden gekßrzt. Nachdem Else Urys Mutter im April 1940 gestorben war, hatte Else Ury in Berlin keine AngehÜrigen mehr; ihre ßbrigen Familienmitglieder befanden sich in London und Amsterdam. 1941 bemßhte sich Klaus Heymann um ein Kuba-Visum fßr seine Tante, allerdings erfolglos.cite-ref-29[29] Schriftliche Nachrichten konnte Else Ury nur noch selten ßbermitteln; ihrer Schwester Käthe und ihrem Schwager Hugo Heymann, die mit Tochter, Schwiegersohn und einem Enkel in Amsterdam lebten und später ebenfalls in Vernichtungslager deportiert und ermordet wurden, konnte sie noch am 20. September 1942 mitteilen, dass sie ein Testament zu Gunsten des in London lebenden Klaus Heymann bei einem jßdischen Rechtsanwalt in Berlin hinterlegt habe.
Am 6. Januar 1943 musste sich Else Ury in der Deportationssammelstelle in der GroĂen Hamburger StraĂe 26 in Berlin einfinden. Die Mitteilung Ăźber ihren Status als âReichsfeindinâ und die daraus folgende Einziehung ihres VermĂśgens âzugunsten des Deutschen Reichesâ erreichte sie dort am 11. des Monats.cite-ref-30[30] Am 12. Januar 1943 wurde Else Ury bei der Deportation von Juden aus Deutschland im 26. so genannten âOsttransportâ des RSHA unter der Nummer 638 nach Auschwitz verbracht. Von den 1000 Berliner Juden, die mit diesem Zug am 13. Januar 1943 in Auschwitz ankamen, wurden nach der Selektion an der âAlten Rampeâ 127 Männer als âarbeitsfähigeâ Häftlinge registriert und in das Lager eingewiesen; die Ăźbrigen 873 Zuginsassen, darunter Else Ury, wurden nicht als Häftlinge registriert und sofort nach Ankunft in der Gaskammer ermordet.cite-ref-31[31]
1995 wurde Else Urys alter Koffer im ehemaligen KZ Auschwitz entdeckt; mit weiĂer Farbe aufgemalt trägt er die Inschrift: âTransport Nr. / Else Sara Ury / Berlin â Solinger Str. 10â; bei Sara handelt es sich um den von den NS-BehĂśrden einheitlich angeordneten Zwangsnamen.cite-ref-32[32] Der Koffer wird heute im Museum Auschwitz verwahrt.
Dokumente Ăźber das Leben von Else Ury
In der Zeit der Vernichtung jßdischen Lebens während des Dritten Reiches sind auch die privaten Aufzeichnungen von Else Ury verlorengegangen. Erhalten geblieben sind einige wenige Briefe, die Else Ury an ihren in London lebenden Neffen Klaus Heymann schrieb, das kurze Lebenszeichen, das der in Amsterdam lebende Ludwig Ury und Else Ury auf einem Rot-Kreuz-Formular austauschten, sowie der Brief von Hugo Heymann an seinen Sohn Klaus, in dem er ihm mitteilte, dass Else Ury am 6. Januar 1943 deportiert worden war.
Vollständiger erhalten geblieben sind dagegen die amtlichen SchriftstĂźcke, die die zunehmende Ausgrenzung Else Urys aus dem Leben in Deutschland belegen. Dazu gehĂśren die VermĂśgenserklärung, die Else Ury 1941 abgeben musste, die amtliche Erklärung Ăźber den Entzug ihres gesamten VermĂśgens und die Zustellungsurkunde Ăźber die Aushändigung der VerfĂźgung, die amtliche Inventarliste Ăźber die in ihrer Wohnung befindlichen Gegenstände und die offizielle Zuweisung der Wohnung an einen âArierâ, sowie die Antwort der Oberfinanzdirektion auf den Antrag des BĂźrgermeisters von KrummhĂźbel, das Haus Nesthäkchen der âReichsfeindin Else Sara Uryâ der Gemeinde unentgeltlich zu Ăźbertragen.cite-ref-dokumente-33-0[33]
Werk
Werkbetrachtung
Urys Schaffen beschränkt sich auf Prosa: Kinder- und Jugendgeschichten und -romane. Die Zielgruppe der Erzählungen waren vor allem Mädchen bis ins hĂśhere âBackfischalterâ; aber auch viele Jungen lasen die Nesthäkchen-Serie und andere Werke der Ury.
Eine umfangreiche Rezeption zur Arbeit von Else Ury gibt es nicht. Die als rĂźhrselig, trivial, brav und kitschig beurteilten Backfischromane werden von der Literaturkritik nahezu vĂśllig ignoriert. Auch wenn Else Ury aus diesem Genre allein schon wegen ihrer groĂen Leserschaft herausragt, gibt es in der Literaturwissenschaft keine detaillierte Aufarbeitung ihres Gesamtwerks.
Kulturelles Umfeld
Obwohl Else Ury einer jĂźdischen Familie entstammt, spielen ihre Geschichten nahezu ausschlieĂlich in einem christlich-protestantischen Umfeld. JĂźdisches Alltagsleben, Kulturgut und jĂźdische Traditionen tauchen nur in den Geschichten Die erste LĂźge (erschienen 1911 im Wegweiser fĂźr Jugendliteratur) und Im TrĂśdelkeller von 1908 auf (erschienen in der Sammlung preisgekrĂśnter Märchen und Sagen, die auf Grund eines Preisausschreibens der Gesellschaft Bânai Bârith entstanden ist und im Loewe-Verlag in drei Auflagen verĂśffentlicht wurde).
In Die erste LĂźge wird das LaubhĂźttenfest gefeiert, in dem Märchen Im TrĂśdelkeller lässt Ury eine Mesusa vom Werdegang einer zunehmend assimilierten jĂźdischen Familie aus dem deutschen BĂźrgertum erzählen. Letztere Erzählung enthält mĂśglicherweise autobiografische Elemente. (Die Anthologie Sammlung preisgekrĂśnter Märchen und Sagen war ein Projekt der Gesellschaft Bânai Bârith, die sich international um die Bewahrung der jĂźdischen Kultur, religiĂśse Toleranz und die Bekämpfung des Antisemitismus bemĂźht.)
Die Grßnde, warum Else Ury in ihren Erzählungen und Romanen ihren eigenen kulturellen Hintergrund weitgehend ignoriert, sind nicht ßberliefert. Es kann sowohl der Ausdruck einer sehr weitgehenden Assimilation ihrer eigenen Familie als auch die Reaktion auf den bereits während der wilhelminischen Zeit weit verbreiteten Antisemitismus sein.
Urys Nichte Martha Wallenberg sagte dazu in einem Interview, dass sie (die Kinder aus der Verwandtschaft) bei der LektĂźre der Werke ihrer Tante nie auf die Idee gekommen wären, nach etwas JĂźdischem zu suchen, und es habe ihnen auch nicht gefehlt. Ihr Empfinden glich der Haltung in der Parabel der drei Ringe aus Nathan der Weise von Lessing, in der die drei groĂen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum, Islam als gleichwertig dargestellt werden. âEgal, was einer glaubt â der Mensch zählt, ob er nun Christ oder Jude oder sonstwas ist.âcite-ref-grunenberg-34-0[34]
Zudem lässt sich vermuten, dass die Verleger bessere Absatzchancen fßr Geschichten im typischen Milieu der meisten Leser sahen.
So werden in Urys Geschichten die Taufe, Konfirmation bzw. Kommunion und kirchliche Hochzeiten erwähnt. Das wichtigste Fest im Jahr ist Weihnachten und in den Erzählungen meist der Anlass, einen Teil des Spielzeugs an ärmere Kinder zu verschenken.
Familie und Gesellschaft
Die Familien, die Else Ury schildert, gehĂśren in der Regel dem BildungsbĂźrgertum an, selbst wenn sie, wie zum Beispiel in Else Urys letztem Roman Jugend voraus, von materieller Not bedroht sind.cite-ref-l-ke1-35-0[35] In den meisten Erzählungen gehĂśren die jungen Heldinnen jedoch Familien an, die verhältnismäĂig begĂźtert sind. Die Väter sind Ărzte, Professoren oder tragen den Titel eines Geheimrats.
Die Familie Braun der Nesthäkchen-Serie verfßgt immerhin ßber drei Dienstboten: ein Stubenmädchen, eine KÜchin und ein Kindermädchen, das die kleine Annemarie Braun rund um die Uhr betreut.
Die Schilderung dieser Dienstboten ist stereotyp. Das Stubenmädchen ist emsig; die KÜchin ist dick, freundlich, herrscht energisch ßber ihr Reich und drßckt ihr Wohlgefallen aus, indem sie den Kindern Leckerbissen zusteckt.
Selbst als Hausangestellte arbeiten zu mĂźssen, ist dagegen unvorstellbar. In dem noch vor dem Ersten Weltkrieg erschienenen Roman Das graue Haus besteht eine der entehrendsten DemĂźtigungen, die eine der drei Heldinnen erleidet, darin, dass sie als Hausangestellte ihr Geld selbst verdienen muss. Auch Annemarie Braun, die Nesthäkchenheldin, kommt eines Tages in die Verlegenheit, ein paar Tage als Kindermädchen arbeiten zu mĂźssen. Ihre Latein- und Kunstkenntnisse, der Wunsch, nur mit Hut auf der StraĂe gesehen zu werden â zu der damaligen Zeit fĂźr eine Dame selbstverständlich â, und ihre LektĂźre von Selma LagerlĂśf verraten sie als AngehĂśrige eines besseren Standes, die nur durch die Nachkriegswirren in diese Situation geriet. Nachdem ihr wahrer Stand entdeckt ist, wird sie selbstverständlich von ihrem Arbeitgeber als Pflegetochter behandelt.cite-ref-ury7-36-0[36]
Pädagogik
Die Geschichten â gleichgĂźltig, ob sie von dem Nesthäkchen Annemarie Braun oder den anderen Heldinnen ihrer Erzählungen handeln â sind immer mit dem mehr oder weniger direkten Hinweis verknĂźpft, welche Eigenschaften ein Mädchen erwerben solle: Ordnung, Sauberkeit, FleiĂ, Gehorsam, PflichterfĂźllung, Hilfsbereitschaft: âDie Hauptsache bei dem kleinen Mädchen sind Ordnung und Betragen, das ist mehr wert als alle âSehr gutââ, kommentiert Annemarie Brauns Mutter die Zensuren ihrer Tochter, als ihr Zeugnis in allen Fächern ein âSehr gutâ ausweist, jedoch in Betragen und Ordnung die Bewertung âMangelhaftâ.cite-ref-ury5-37-0[37] Diese Betonung bĂźrgerlicher Tugenden ist allerdings kein spezifisches Merkmal von Else Urys Erzählungen. In der Zeit, in der Else Ury ihre Werke verfasste, verfolgte die Kinderliteratur Ăźberwiegend pädagogische Ziele. Insbesondere in den sogenannten Backfischromanen wurden dabei den Leserinnen die Eigenschaften vermittelt, die fĂźr ein bĂźrgerliches EheglĂźck als Gattin und Mutter als notwendig erachtet wurden.cite-ref-karrenbrock1-38-0[38]
Else Urys Heldinnen fällt die Aneignung dieser Tugenden jedoch keineswegs leicht: Sie sind ungeschickt, eigensinnig und trotzkÜpfig. Dies hat vermutlich die Identifikation der Leserinnen mit den Heldinnen erleichtert und zur Beliebtheit von Else Urys Bßchern beigetragen. Helga Karrenbrock hat in ihrer Untersuchung ßber die Kinderliteratur der Weimarer Zeit darauf hingewiesen, dass ein weiterer Bucherfolg dieser Zeit von der Umkehrung des in den Backfischromanen propagierten Tugendkatalogs lebte. Waldemar Bonsels Heldin Biene Maja widersetzt sich eigensinnig allen Regeln ihres Bienenvolkes und zählte in den 1920er Jahren zur Lieblingslektßre vor allem der Mädchen.cite-ref-karrenbrock3-39-0[39]
Humor
Ein weiterer Grund fĂźr die groĂe Beliebtheit der MädchenbĂźcher liegt sicher in Else Urys Berliner Humor, der sich vor allem in der Nesthäkchen-Serie zeigt: Eine sehr bildhafte Sprache mit vielen Wortspielereien und -witzen sowie gelungene Situationskomik heben ihre Werke Ăźber den Durchschnitt sonstiger Backfischromane. Ein Beispiel aus Nesthäkchen und der Weltkrieg: Bruder Hans bringt ein Findelkind mit nach Hause, das Annemarie in Ăźberschwänglichem Patriotismus âHindenburgâ nennt. (Hans will sagen, dies sei kein Vorname, doch Klein-Hindenburg âbrĂźllt ihn niederâ.) Das Kindermädchen, das erst spät am Abend von einem Besuch heimkehrt, weiĂ nichts von dem einquartierten Baby. Die junge Frau erschrickt daher fĂźrchterlich, als mitten in der Nacht im Kinderzimmer lautes Schreien ausbricht. Als auf ihre Frage âAnnemarie, was ist das?â das Mädchen antwortet: âAch, das ist nur Hindenburgâ, fragt sich die Kinderfrau entsetzt, ob ihr SchĂźtzling an Fieberwahn leidet.
Die Abenteuer, die Else Ury ihre Helden in ihren Erzählungen erleben lässt, haben häufig eine fĂźr den Leser sehr erheiternde Seite. Ein Loch im Schulheft entsteht, als Annemarie Braun versucht, Schreibfehler mit Bimsstein zu korrigieren;cite-ref-ury2-40-0[40] die Puppe verliert ihr Haar, als das Mädchen sie zu baden versucht;cite-ref-ury3-41-0[41] die vornehmen weiĂen Leinenstiefel werden gegen die Holzpantinen des armen Schiffermädchens eingetauscht;cite-ref-ury1-42-0[42] das BegrĂźĂungsgedicht an die KĂśnigin von Dänemark wird von der HĂśhe eines Flaggenmasts vorgetragen.cite-ref-ury6-43-0[43]
Gedenken, Sonstiges
⢠Else Ury verfasste alle ihre BĂźcher handschriftlich mit Bleistift, oft in Schulschreibheften (âKladdenâ).
⢠Josephine Felsing, die Mutter der Schauspielerin Marlene Dietrich, war eine Klassenkameradin Else Urys.
⢠Auf dem Friedhof Berlin-WeiĂensee wurde am Grab der Familie Ury eine Gedenktafel fĂźr Else Ury angebracht (Abt. II, Grabfeld P).
⢠In Berlin-Charlottenburg befindet sich am Haus KantstraĂe 30 eine Gedenktafel fĂźr Else Ury. Dort wohnte sie von 1905 bis 1933.cite-ref-44[44]
⢠Das ehemalige Ferienhaus von Else Ury in Karpacz (heute Polen: ehemaliger Name Krummhßbel, Riesengebirge) bekam, mit Einverständnis der polnischen Eigentßmer, 2004 eine Tafel zum Gedenken an die Kinderbuchautorin.
⢠2005 wurde von Michael Ebeling aus Marschacht (Niedersachsen) der ehemalige Schriftzug âHaus Nesthäkchenâ durch den Schriftzug âDom Nesthäkchenâ an dem Ferienhaus ersetzt (siehe Foto oben).
⢠Ganz in der Nähe ihres ehemaligen Wohnhauses erhielt die kurze Passage, die den Savignyplatz an den S-Bahn-BĂśgen entlang mit der BleibtreustraĂe verbindet, den Namen âElse-Ury-Bogenâ. Die Passage wurde durch die dort gedrehten Szenen fĂźr Bob Fosses Verfilmung des Musicals Cabaret bekannt.
⢠Das Buch Sammlung preisgekrÜnter Märchen, in dem sich die Ury-Geschichte Im TrÜdelkeller befindet, wurde als Sammlung von Erzählungen aus dem jßdischen Kulturkreis Opfer der Bßcherverbrennungen und ist daher heute antiquarisch das seltenste aller Ury-Bßcher. Bei den anderen Bßchern der Autorin war die Neuauflage verboten, Verkauf und Besitz aber weiterhin gestattet.
⢠Die 1988 in Hannover, Stadtteil Misburg-Nord zunächst als Alfred-Klabund-Weg angelegte StraĂe wurde im Jahr 2003 umbenannt in Else-Ury-Weg.cite-ref-45[45]
⢠Eine Ăśffentliche Bibliothek Berlins im Stadtteil Kreuzberg in der Glogauer StraĂe 13 trägt den Namen âFamilienbibliothek Else Uryâ.cite-ref-46[46]
WerkĂźbersicht
Nesthäkchen-Reihe
⢠1913/1918 Nesthäkchen und ihre Puppen
⢠1915/1918 Nesthäkchens erstes Schuljahr
⢠1915/1921 Nesthäkchen im Kinderheim
⢠1917/1921 Nesthäkchen und der Weltkrieg
⢠1919 Nesthäkchens Backfischzeit
⢠1921 Nesthäkchen fliegt aus dem Nest (nur die Ausgabe von 1927 enthält ein Nachwort von Else Ury)
⢠1923 Nesthäkchen und ihre Kßken
⢠1924 Nesthäkchens Jßngste
⢠1924 Nesthäkchen und ihre Enkel
⢠1925 Nesthäkchen im weiĂen Haar (1928 wurde ein Kapitel (âDas Radioâ) von Else Ury neu Ăźberarbeitet und der moderneren Technologie angepasst)
Professors Zwillinge-Reihe
⢠1923 Professors Zwillinge Bubi und Mädi
⢠1925/1926 Professors Zwillinge in der Waldschule
⢠1927 Professors Zwillinge in Italien
⢠1928 Professors Zwillinge im Sternenhaus
⢠1929 Professors Zwillinge â Von der Schulbank ins Leben
Romane
⢠1906 Studierte Mädel (ab der 26. Auflage von Else Ury selbst bearbeitet unter dem Titel Studierte Mädel von heute weiterverlegt)
⢠1908 Goldblondchen
⢠1910 Baumeisters Rangen
⢠1911 Vierzehn Jahrâ und sieben Wochen (EA, Das Kränzchen 21 (1909/1910))
⢠1913 Kommerzienrats Olly
⢠1914 Das graue Haus (EA, Das Kränzchen 24 (1910/1911)) (In den 1920ern leicht bearbeitet neu aufgelegt)
⢠1916 DornrÜschen (EA, Das Kränzchen 26 (1913/1914, Fortsetzung zu Vierzehn Jahr' und sieben Wochen)) (In den 1920ern leicht bearbeitet neu aufgelegt)
⢠1917 Das RatstÜchterlein von Rothenburg
⢠1918 Flßchtlingskinder
⢠1919 Lieb Heimatland (EA, Das Kränzchen 28 (1915/1916))
⢠1920 Lilli Liliput (EA, Das Kränzchen 30 (1917/1918), ab der 11. Auflage illustriert von Richard Gutschmidt)
⢠1921 Hänschen Tunichgut
⢠1925 Lillis Weg (EA, Das Kränzchen 35 (1922/1923) unter dem Titel Lillis Weg ins Dichterland, Fortsetzung zu Lilli Liliput)
⢠1929 Studierte Mädel von heute
⢠1930 Das Rosenhäusel
⢠1930 Wie einst im Mai (EA, Das Kränzchen 40 (1927/1928))
⢠1933 Kläuschen und Mäuschen
⢠1933 Jugend voraus
Kurzgeschichtensammlungen
⢠1905 Was das Sonntagskind erlauscht
⢠1910 Babys erstes Geschichtenbuch (erschien 1929 in lateinischer Schrift)
⢠1914 Huschelchen
⢠1917 Lotte Naseweis
⢠1923 Jungmädelgeschichten, ab der 3. Auflage âDie beiden Ilsenâ
⢠1931 Wir Mädels aus Nord und Sßd
⢠1932 Fßr meine Nesthäkchenkinder
Kurzgeschichten
⢠1906: Prinzessin Schneeflocke, S. 24â30 (Kinder-Kalender des Globus Verlag 1906), erschien später noch einmal in Lilli Liliput. Auf dem Schutthaufen, S. 81â86 (Kinder-Kalender des Globus Verlag 1906). Aus Stein, S. 59â66 (Auerbachâs Deutscher Kinderkalender 25. Jahrgang). ca. 50-seitigen âKalender mit 12 Märchenâ, verfasst von Else Ury. Es handelt sich um Neufassungen von bekannten Kindermärchen (Album 1906 âDas Theaterâ von Benno Jacobson, N. Israel Berlin) Inventur, Leipziger Tageblatt Nr. 587/100. Jahrgang (30. Dezember 1906).
⢠1907: Der Geis â Sepp, S. 121â127 (Kinder-Kalender des Globus Verlag 1907). In die weite Welt S. 73â76 mit einem Bild von Werner Zehme (Kinderlust Jg. 13, Velhagen und Klasing).
⢠1908: KomĂśdiantengretel, S. 37â48 (Kinder-Kalender des Globus Verlag 1908), erschien später noch einmal in âHuschelchenâ. In der Rumpelkammer, S. 109â115 (Auerbachâs Deutscher Kinderkalender 26. Jahrgang). Backfischchen als Wirtin, S. 518â520; Die junge Gärtnerin, S. 443 ff (Das Kränzchen. 21) Das Tanzstundenballkleid, S. 248 (Anonym erschienen in Das Kränzchen 21)cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-0[49] Wie Spiele ich mit der kranken Schwester, S. 286, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 21).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-1[49] Jungfer RĂźhrmichnichtan, S. 33â45, erschien später noch einmal in âHuschelchenâ, (Der Jugendgarten 33).
⢠1908: Der Strom der Vergessenheit. In: Das Blatt der Hausfrau. 18. Jahrgang, Nr. 24. Wien 15. März 1908, S. 578 (Digitalisat [abgerufen am 1. November 2022]).
⢠1909: Das Liserl von der Alm, S. 37â46 (Kinder-Kalender des Globus Verlag 1908), erschien später noch einmal in âHuschelchenâ. Die Leseratte, S. 295â299, erschien später noch einmal in âLotte Naseweisâ; Am Nordseestrand, S. 772 ff (ohne Autorenangabe) (Das Kränzchen. 22) Ein Nordpolfest, S. 252, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 22).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-2[49] "Ich gratuliere", S. 375â376, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 22).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-3[49] Osterhase an der Arbeit, S. 446, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 22).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-4[49] Ein Ereignis, S. 534, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 22).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-5[49] Am Strande, S. 534, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 22).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-6[49] Am Nordseestrand, S. 772ff, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 22).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-7[49] Die Anglerin, S. 792, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 22).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-8[49] Poesie und Wirklichkeit, S. 826â827, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 22).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-9[49]
⢠1910: Lieschen Vogelscheuche, S. 27â376 (Kinder-Kalender des Globus Verlag 1908), erschien später noch einmal in âHuschelchenâ. Der erste Ausflug, S. 757 ff (Das Kränzchen 23) Aus dem Arlberggebiet, FĂźr Reise und Wanderung, Beilage 14. Sept., Feuilleton (KĂśniglich privilegierte Berlinische Zeitung (Vossische Zeitung), Nr. 431). Mutterfreuden, Morgenausgabe, 10. Dez. (KĂśniglich privilegierte Berlinische Zeitung (Vossische Zeitung), Nr. 579). Das neue Fräulein, S. 1â22, erschien später noch einmal in âHuschelchenâ; Die jungen KĂźnstlerinnen S. 238â241 (Der Jugendgarten 35). Lottes MeisterstĂźck, S. 29â30, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 23).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-10[49] Margueriten, S. 46, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 23).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-11[49] Morgenritt, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 23).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-12[49] Das Weihnachtsbäumchen, S. 213, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 23).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-13[49] In der Pflanzschule, S. 455, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 23).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-14[49] Erntesegen, S. 727, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 23).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-15[49] Vaters kleine Hexe, S, 806, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 23).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-16[49] Mutterfreuden, Vossische Zeitungcite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer2-47-1[47] Aus dem Alberggebirge, Globuscite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer2-47-2[47]
⢠1911: Huschelchen, S. 129â138 (Kinder-Kalender des Globus Verlag 1911), erschien später noch einmal in âHuschelchenâ. Das Freibillet, S. 184 ff (Das Kränzchen 24) Die erste LĂźge, S. 27â29 (Wegweiser fĂźr die Jugendliteratur. Hrsg. M. Spanier, Jahrgang 7, Nr. 4). Wasserratten, S. 146â150; Onkel Ernst âVielliebchenâ, S. 205â211 (Der Jugendgarten 36). Am Strande, S. 4, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 24).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-17[49] Ein gemĂźtliches Eckchen, S. 359, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 24).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-18[49]
⢠1912: Der Kaiser vom Bleisoldatenland, S. 48â56 (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag). Fräulein Professor, S. 312 ff, erschien später noch einmal in âLotte Naseweisâ; Backfischchen auf Reisen, S. 696 ff (Das Kränzchen 25) Die Letzte, S. 36â60, erschien später noch einmal in âHuschelchenâ (Der Jugendgarten 37).
⢠1913: Sommersingen, S. 127â137 (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag). Hänschen Tunichtgut, S. 152 ff, nicht identisch mit dem gleichnamigen Buch (Das Kränzchen 26). Lotte Naseweis, S. 65â79, erschien später noch einmal in âLotte Naseweisâ (Der Jugendgarten 38).
⢠1914: Eine kleine Heldin, S. 131â144 (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag), erschien später noch einmal in âHuschelchenâ. Kornblumentag S. 1â20, erschien später noch einmal in âLotte Naseweisâ; Weihnachtskotillion S. 169â175 (Der Jugendgarten 39).
⢠1915: Goldhänschen, S. 131â149 (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag), erschien später noch einmal in âLotte Naseweisâ. Ilses erster Geburtstag, S. 151â157 (Herzblättchens Zeitvertreib 61). Eine lustige Musikstunde, S. 169â177 (Der Jugendgarten 40). Eine Fahrt nach Kowno, S. 788â792, (Anonym erschienen in Das Kränzchen 28).cite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-49-19[49]
⢠1916: Die kleine Samariterin, S. 21â32 (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag), erschien später noch einmal in âLotte Naseweisâ. Eva, das Kriegskind, S. 87â113, erschien später noch einmal in âLotte Naseweisâ (Der Jugendgarten 41).
⢠1917: Hänschens Ritt zu Hindenburg, S. 18â28 (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag). Die beste Freundin, S. 257â283, erschien später noch einmal in âLotte Naseweisâ; Was die StrandkĂśrbe erlebten, S. 90â112 (Der Jugendgarten 42).
⢠1917/18: Knecht Ruprechts Irrtum. Knecht Ruprechts Irrtum (Teil 1). In: Onkel Franz. Illustrierte Jugend-Zeitung (Wochenbeilage zum âPrager Tagblattâ). Prag 23. Dezember 1917, S. 9â10 (Digitalisat [abgerufen am 1. November 2022]). Knecht Ruprechts Irrtum (Teil 2). In: Onkel Franz. Illustrierte Jugend-Zeitung (Wochenbeilage zum âPrager Tagblattâ). Prag 30. Dezember 1917, S. 9â10 (Digitalisat [abgerufen am 1. November 2022]). Knecht Ruprechts Irrtum (Teil 3). In: Onkel Franz. Illustrierte Jugend-Zeitung (Wochenbeilage zum âPrager Tagblattâ). Prag 6. Januar 1918, S. 9â10 (Digitalisat [abgerufen am 1. November 2022]).
⢠1918: Wie Rudi die kleinen Prinzen kennen lernte, S. 19â29 (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag). Schwäbische Wanderfahrt, S. 567 ff (Das Kränzchen 31).
⢠1919: Kriegsmetall, S. 43â52 (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag). Der zwĂślfte Geburtstag, S. 257â279 (Der Jugendgarten 44).
⢠1920: Mäuschens Weihnacht, S. 155â164 (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag). Die zerbrochene Hochzeitstasse, S. 205â236, erschien später noch einmal in âFĂźr meine Nesthäkchenkinderâ (Der Jugendgarten 45).
⢠1921: Ruths BrĂźderchen, S. 10â20 (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag). Die Kinderhirtin, S. 610 ff, erschien später noch einmal in âJungmädelgeschichtenâ (Das Kränzchen 34).
⢠1922: Der Hertasee, S. 87â115, erschien später noch einmal in âJungmädelgeschichtenâ (Der Jugendgarten 47).
⢠1925: Im TrĂśdelkeller, S. 99â106 (Jugendschriften-Kommission des U. O. Bnei BriĂ (Hrsg.), Sammlung preisgekrĂśnter Märchen und Sagen, Loewes-Verlag Ferdinand Carl, Stuttgart.)
⢠1926: Knecht Ruprechts Rundfunk, S. 149â151 (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag). Spottdrossel, S. 179â193, erschien später noch einmal in âFĂźr meine Nesthäkchenkinderâ (TĂśchter â Album 73).
⢠1927: Nesthäkchenpost, S. 169 ff (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag). Lising von der Waterkant, S. 83â104, erschien später noch einmal in âWir Mädels aus Nord und SĂźdâ (TĂśchter â Album 74). Camelia, das Fischerkind von Capri, S. 1â38, erschien später noch einmal in âWir Mädels aus Nord und SĂźdâ (Der Jugendgarten 52).
⢠1928: Nesthäkchenpost, S. 155 ff (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag). Marga la Tedesca, S. 197â217, erschien später noch einmal in âWir Mädels aus Nord und SĂźdâ (TĂśchter â Album 75). In der Leipziger StraĂe, S. 119â121 (Der Jugendgarten 53).
⢠1929: Nesthäkchenpost, S. 141 ff (Meidingerâs Kinderkalender. Berlin: Meidingerâs Jugendschriften Verlag). Der schĂśne grĂźne Luftballon, S. 56â60 (Herzblättchens Zeitvertreib 75). Margot der BĂźcherwurm, S. 1â12 (Der Jugendgarten 54).
⢠1930: Lores grĂśĂter Wunsch, S. 49â69 (Der Jugendgarten 55).
⢠1931: Erika macht schlechtes Wetter, S, 158â173, erschien später noch einmal in âFĂźr meine Nesthäkchenkinderâ (Der Jugendgarten 56). Trip - Trip - TrĂśpfchen, Schutzengel. Ein Freund, Lehrer und FĂźhrer der Kinder. DonauwĂśrth: Verlag Ludwig Auer, Nr. 23./ 56. Jahrgangcite-ref-asper-kempin-m-nchmeyer-3-50-0[50] (Auch erschienen in Babys erstes Geschichtenbuch)
⢠1933: Tante Eilig, S. 243â262 (Der Jugendgarten 58).
Ăbersetzungen
Holland
⢠1915 Olga Anderson (=Kommerzienrats Olly) (Van Holkema & Warendorf, Amsterdam)
⢠1931 Benjaminnetje en haar poppen (=Nesthäkchen und ihre Puppen) (Van Holkema & Warendorf, Amsterdam)
⢠1932 Benjaminnetjeâs eerste schooljaar (=Nesthäkchens erstes Schuljahr) (Van Holkema & Warendorf, Amsterdam)
⢠1934 Benjaminnetje op Sonnevanck (=Nesthäkchen im Kinderheim) (Van Holkema & Warendorf, Amsterdam)
Finnland
⢠1924 Hannu veitikka: kertomus nuorille (=Hänschen Tunichtgut) (KustannusosakeyhtiÜ Kirja, Helsinki)
Schweden
⢠1923 RüdsherretÜsen i Rothenburg: en berättelse fÜr unga flickor (=Das RatstÜchterlein von Rothenburg) (Chelius, Stockholm)
Schweiz/Frankreich
⢠1931 Benjamine et ses poupÊes (=Nesthäkchen und ihre Puppen) (Delachaux et NiestlÊ, Neuchâtel (Suisse), Paris)
⢠1932 Benjamine Ă lâĂŠcole (=Nesthäkchens erstes Schuljahr) (Delachaux et NiestlĂŠ, Neuchâtel (Suisse), Paris)
⢠1933 Benjamine au bord de la mer (=Nesthäkchen im Kinderheim) (Delachaux et NiestlÊ, Neuchâtel (Suisse), Paris)
Norwegen
⢠1936 Annemor og dukkene hennes (=Nesthäkchen und ihre Puppen) (N. W. Damm & Søn, Oslo)
⢠1937 Annemor pü skolen (=Nesthäkchens erstes Schuljahr) (N. W. Damm & Søn, Oslo)
⢠1938 Annemor drar hjemmefra (=Nesthäkchen im Kinderheim) (N. W. Damm & Søn, Oslo)
⢠1939 Annemor pü egen hünd (=Nesthäkchens Backfischzeit) (N. W. Damm & Søn, Oslo)
USA
⢠2006 Nesthäkchen and the World War (Translated from the German, annotated, and introduced by Steven Lehrer) Externer Link, der erläutert, warum Steven Lehrer dieses Buch ßbersetzte
Nach 1950 in gekĂźrzter und Ăźberarbeiteter Form wieder aufgelegt
Im Hoch-Verlag DĂźsseldorf erschienen von 1950 bis 1956 âbearbeiteteâ und gekĂźrzte Ausgaben der âNesthäkchenâ und âProfessors Zwillingeâ-Reihe ohne jegliche Angaben zur Biografie der Autorin.
⢠Die âNesthäkchenâ Reihe (ohne Band 4 Nesthäkchen und der Weltkrieg)
1950â56 Hoch Verlag (bearbeitet), Anmerkung: Ohne ausdrĂźcklichen Hinweis auf diese einschneidende Bearbeitung wird in Band 3 Nesthäkchen im Kinderheim in einem zusätzlichen Schlusskapitel âKriegszeitâ der Band Nesthäkchen und der Weltkrieg zusammenfassend angefĂźgt, um Annemarie Brauns spätere Freundin Vera einzufĂźhren.
1983, Tosa Verlag. Der Band Nesthäkchen ist eine stark gekßrzte und erneut sprachlich bearbeitete Zusammenfassung der Hoch-Verlag-Ausgaben von Nesthäkchen und ihre Puppen, Nesthäkchens erstes Schuljahr, Nesthäkchen im Kinderheim, Nesthäkchens Backfischzeit und Nesthäkchen fliegt aus dem Nest.
1983, Tosa Verlag. Der Band Nesthäkchen und ihre KĂźken ist eine gekĂźrzte Zusammenfassung der Hoch-Verlag-Ausgaben von Nesthäkchen und ihre KĂźken, Nesthäkchens JĂźngste, Nesthäkchen und ihre Enkel und Nesthäkchen im weiĂen Haar.
1993 Thienemann Verlag (nochmals neu bearbeitet von Gunther Steinbach)
⢠Die âProfessors Zwillingeâ Reihe
1950/1951 Hoch Verlag Band 1â3 (bearbeitet von Maria Schlatter)
1968/69 TOSA Verlag Band 1â5 (bearbeitet von Trude Wilhelmy)cite-ref-51[51]
⢠âLilli Liliputâ 1951 Finck Verlag, Bremerhaven (Das letzte Kapitel fehlt in dieser Ausgabe)
Verfilmungen
⢠1983 Nesthäkchen (filmische Umsetzung der ersten 3 Bände der Reihe durch das ZDF (3 VHS/2x3 DVD))
HĂśrspiele
Nesthäkchen
⢠1975 Nesthäkchen und ihre Puppen (RCA (MC/LP))
⢠1975 Nesthäkchens erste Schuljahre (RCA (MC/LP?))
⢠1983 Nesthäkchen und ihre Puppen (Sonocord (MC/LP), Karussell (MC), Ariola (MC))
⢠1983 Nesthäkchens erstes Schuljahr (RCA (MC?/LP), Sonocord (MC/LP?))
⢠1983 Nesthäkchens erstes Schuljahre (Karussell (MC), Ariola (MC))
⢠1983 Nesthäkchen im Kinderheim (Ariola (MC))
⢠2005 Nesthäkchen 1 (Junior CD)
⢠2005 Nesthäkchen 2 (Junior CD)
⢠2005 Nesthäkchen 3 (Junior CD)
⢠2008 Nesthäkchen und ihre Puppen. Gelesen von Stefanie Stappenbeck, Der Audio Verlag (DAV), Berlin, 2008, ISBN 978-3-89813-710-2 (Lesung, 2 CDs, 139 Min.)
Professors Zwillinge Serie: HÜrspiel von Fränze Arndt nach Else Ury
⢠1978 Professors Zwillinge: Bubi und Mädi (Zebra (MC/LP))
⢠1978 Professors Zwillinge in der Waldschule (Zebra (MC/LP))
⢠1978 Professors Zwillinge in Italien (Zebra (MC/LP))
⢠1978 Professors Zwillinge im Sternenhaus (Zebra (MC/LP))
⢠1978 Professors Zwillinge: von der Schulbank ins Leben (Zebra (MC/LP))
Literatur
⢠Barbara Asper, Hannelore Kempin, Bettina Mßnchmeyer-SchÜneberg: Wiedersehen mit Nesthäkchen. Else Ury aus heutiger Sicht. Textpunkt, Berlin 2007, ISBN 978-3-938414-46-0.
⢠Barbara Asper: Else Ury. In: Kinder- und Jugendliteratur. Ein Lexikon (Loseblattsammlung). Corian, Meitingen 1995ff, ISBN 978-3-89048-150-0.
⢠Marianne Brentzel: Nesthäkchen kommt ins KZ â Eine Annäherung an Else Ury 1877â1943. eFeF, ZĂźrich / Dortmund 1993, ISBN 3-931782-36-0; als bearbeitete Neuausgabe der Biografie unter dem Titel: Mir kann doch nichts geschehen. Das Leben der Nesthäkchen-Autorin Else Ury. Edition Ebersbach, Berlin 2007, ISBN 978-3-938740-54-5.
⢠Marianne Brentzel: Ury, Else. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 26. Duncker & Humblot, Berlin 2016, ISBN 978-3-428-11207-4, S. 674 (deutsche-biographie.de).
⢠Peter Geils (Hrsg.): Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums. Sauer, Mßnchen 1979. ISBN 3-598-30000-X.
⢠Angelika Grunenberg: Die Welt war so heil â Die Familie der Else Ury. Chronik eines jĂźdischen Schicksals. List, Berlin 2006. ISBN 978-3-548-60683-5.
⢠Aiga Klotz: Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland 1840â1950. Gesamtverzeichnis der VerĂśffentlichungen in deutscher Sprache. Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte. 6 Bände, Metzler, Stuttgart 1990â2000, ISBN 3-476-00701-4.
⢠Martina LĂźke: Else Ury - A Representative of the German-Jewish BĂźrgertum. In: Andrea Hammel und Godela Weiss-Sussex (Hrsg.): Not an Essence but a Positioning. German-Jewish Women Writers (1900â1938). Meidenbauer, MĂźnchen 2009 / Institute of Germanic & Romance Studies; School of Advanced Study, University of London, 2009, S. 77â93, ISBN 978-3-89975-161-1 (= Publication of the Institute of Germanic Studies, Band 93).
⢠Bettina Mßnchmeyer-SchÜneberg: Das Werk Else Urys. Eine Bibliographie. J. B. Metzler, Berlin, Heidelberg 2023, ISBN 978-3-662-66128-4.
⢠Susanne Zahn: TĂśchterleben. Studien zur Sozialgeschichte der Mädchenliteratur. Jugend und Medien. Band 4. dipa, Frankfurt am Main 1983, S. 263â336, ISBN 3-7638-0117-0.
Weblinks
Commons
: Else Ury
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Else Ury
â Quellen und Volltexte
⢠Literatur von und ßber Else Ury im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Werke von und ßber Else Ury in der Deutschen Digitalen Bibliothek
⢠Werke von Else Ury im Projekt Gutenberg-DE
⢠Informationen zu Else Ury auf KinderundJugendmedien.de
⢠Bettina MĂźnchmeyer-SchĂśneberg: Else Urys VerĂśffentlichungen in Zeitungen: Eine âfamoseâ Entdeckung auf KinderundJugendmedien.de, 12. Dezember 2021, abgerufen am 5. Januar 2022.
⢠Nesthäkchens Erben (Memento vom 10. November 2007 im Internet Archive)
⢠Sonderausstellung 02â10/1997 im Haus der Wannsee-Konferenz
⢠FemBiographie Else Ury
⢠Petra Schellen: Nesthäkchen im KZ. In: die tageszeitung. 3. Oktober 2011, abgerufen am 6. Oktober 2011.
⢠Marianne Brentzel: Nesthäkchen im Ersten Weltkrieg. Ăber die Kinder- und Jugendbuchautorin Else Jury (sic). In: literaturkritik.de. 13. Juli 2014.
⢠Else Ury in der Datenbank Find a GraveVorlage:Findagrave/Wartung/Gleiche Kenner im Quelltext und in Wikidata
Einzelnachweise
cite-note-11. â Alfred Gottwaldt, Diana Schulle (Hrsg.): Die ÂťJudendeportationenÂŤ aus dem Deutschen Reich 1941â1945. Marix, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-059-2 (Beschreibt detailliert alle ZĂźge samt Zugnummern und Anzahl der Gefangenen vom 15. Oktober 1941, Abfahrt, bis 15. April 1945, Ankunft, nebst diversen Faksimiles von Anweisungen damaliger BehĂśrden zur DurchfĂźhrung der Transporte). Berlinische Galerie / Der Senator fĂźr Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.): Gedenken und Denkmal. EntwĂźrfe zur Erinnerung an die Deportation und Vernichtung der jĂźdischen BevĂślkerung Berlins. (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung vom 4. November 1988 bis 8. Januar 1989 in der Berlinischen Galerie) Berlin 1988.
cite-note-22. â Geburtsregister StA Berlin I Nr. 1929/1877.
cite-note-l-ke-33. â Zur bildungsbĂźrgerlichen Biografie und jĂźdischen Identität siehe Martina LĂźke âElse Ury â A Representative of the German-Jewish BĂźrgertumâ
cite-note-brentzel23-44. â Marianne Brentzel: Mir kann doch nichts geschehen. S. 23.
cite-note-brentzel-55. â Marianne Brentzel: Nesthäkchen kommt ins KZ. S. 41â43.
cite-note-brentzel9-66. â Marianne Brentzel: Mir kann doch nichts geschehen. S. 9.
cite-note-ulrich-77. â Volker Ullrich: Die nervĂśse GroĂmacht 1871â1918. S. 334.
cite-note-88. â Barbara Asper, Hannelore Kempin und Bettine MĂźnchmeyer-SchĂśneberg: Wiedersehen mit Nesthäkchen. Else Ury aus heutiger Sicht. S. 63.
cite-note-99. â Marianne Brentzel: Nesthäkchen kommt ins KZ. S. 24.
cite-note-1010. â Barbara Asper, Hannelore Kempin und Bettine MĂźnchmeyer-SchĂśneberg: Wiedersehen mit Nesthäkchen. Else Ury aus heutiger Sicht. S. 110.
cite-note-brentzel10-1111. â Marianne Brentzel: Nesthäkchen kommt ins KZ. S. 82.
cite-note-1212. â Wolfgang Benz: Vom Vorurteil zur Gewalt. Politische und soziale Feindbilder in Geschichte und Gegenwart. Herder, Freiburg 2020, S. 228.
cite-note-karrenbrock-1313. â Helga Karrenbrock: Märchenkinder â Zeitgenossen. Untersuchungen zur Kinderliteratur der Weimarer Republik. Metzlersche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2001, ISBN 3-476-45276-X, S. 49.
cite-note-brentzel40-1414. â Marianne Brentzel: Nesthäkchen kommt ins KZ. S. 9.
cite-note-gaschke-1515. â Susanne Gaschke: Hexen, Hobbits und Piraten â Die besten BĂźcher fĂźr Kinder. Verlag Fischer, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-596-15989-X, S. 251.
cite-note-ury-1616. â Else Ury: Nesthäkchen und ihre Puppen
cite-note-battenberg-1717. â zit. nach Friedrich Battenberg: Das Europäische Zeitalter der Juden â von 1650 bis 1945. Primus Verlag, Darmstadt 1990, ISBN 3-89678-151-0, S. 244.
cite-note-herzig-1818. â Arno Herzig: JĂźdische Geschichte in Deutschland. Verlag Beck, MĂźnchen 1997, ISBN 3-406-39296-2, S. 189.
cite-note-brentzel12-1919. â Marianne Brentzel: Nesthäkchen kommt ins KZ. S. 102â109.
cite-note-brentzel30-2020. â Marianne Brentzel: Nesthäkchen kommt ins KZ. S. 132.
cite-note-brentzel44-2121. â Marianne Brentzel: Nesthäkchen kommt ins KZ. S. 136f
cite-note-brentzel45-2222. â Marianne Brentzel: Nesthäkchen kommt ins KZ. S. 154.
cite-note-herzig1-2323. â Arno Herzig: JĂźdische Geschichte in Deutschland. S. 224.
cite-note-graebsch-2424. â Irene Graebsch: Geschichte des deutschen Jugendbuches. Verlag Otto Harrassowitz, Leipzig 1942, S. 163.
cite-note-2525. â Barbara Asper, Hannelore Kempin und Bettine MĂźnchmeyer-SchĂśneberg: Wiedersehen mit Nesthäkchen. Else Ury aus heutiger Sicht. S. 102â103.
cite-note-2626. â Barbara Asper, Hannelore Kempin und Bettine MĂźnchmeyer-SchĂśneberg: Wiedersehen mit Nesthäkchen. Else Ury aus heutiger Sicht. S. 55â56.
cite-note-brentzel48-2727. â Marianne Brentzel: Nesthäkchen kommt ins KZ. S. 181.
cite-note-battenberg2-2828. â Friedrich Battenberg: Das europäische Zeitalter der Juden. S. 282.
cite-note-2929. â Angelika Grunenberg: Die Welt war so heil. S. 319.
cite-note-3030. â siehe: Marianne Brentzel: Nesthäkchen kommt ins KZ, S. 231.
cite-note-3131. â Vgl. Danuta Czech: Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939â1945, Reinbek bei Hamburg 1989, S. 382; Stephen Lehrer: Nesthäkchen And The World War, 2006, S. XII; siehe auch: https://www.mariannebrentzel.de/ury-rezensionen.html
cite-note-3232. â Else Urys Koffer nach Grenzquerelen wieder in Museum Auschwitz. dpa, 29. August 2002; Abbildung: Annamaria BĂśckel: Nesthäkchens Leidensweg. Das Schicksal der in Auschwitz ermordeten Autorin Else Ury schockiert noch heute, in: sechs + sechzig, 2 (2009), Online.
cite-note-dokumente-3333. â In ihrer Biografie hat Marianne Brentzel die Briefe abgedruckt und die amtlichen Dokumente abgebildet.
cite-note-grunenberg-3434. â Angelika Grunenberg: Die Welt war so heil. S. 29.
cite-note-l-ke1-3535. â Zum bildungsbĂźrgerlichen Hintergrund Else Urys siehe die ausfĂźhrliche Darstellung bei Martina LĂźke: Else Ury â A Representative of the German-Jewish BĂźrgertum.
cite-note-ury7-3636. â Else Ury: Nesthäkchen, zusammengefasste Ausgabe des Tosa-Verlages von 1983, ISBN 3-85001-103-8, S. 276â285.
cite-note-ury5-3737. â Else Ury: Nesthäkchen, zusammengefasste Ausgabe des Tosa-Verlages von 1983, ISBN 3-85001-103-8.
cite-note-karrenbrock1-3838. â eine ausfĂźhrlichere Darstellung findet sich dazu in Helga Karrenbrock: Märchenkinder â Zeitgenossen: Untersuchungen zur Kinderliteratur der Weimarer Republik
cite-note-karrenbrock3-3939. â Helga Karrenbrock: Märchenkinder â Zeitgenossen. S. 51â58.
cite-note-ury2-4040. â Else Ury: Nesthäkchen, zusammengefasste Ausgabe des Tosa-Verlages von 1983, ISBN 3-85001-103-8, S. 68â72.
cite-note-ury3-4141. â Else Ury: Nesthäkchen, zusammengefasste Ausgabe des Tosa-Verlages von 1983, ISBN 3-85001-103-8, S. 46â51.
cite-note-ury1-4242. â Else Ury: Nesthäkchen und ihre Puppen, Meidingerâs Jugendschriften Verlag G.m.b.H. Berlin (243. bis 247. Tsd.), S. 112.
cite-note-ury6-4343. â Else Ury: Nesthäkchen, zusammengefasste Ausgabe des Tosa-Verlages von 1983, ISBN 3-85001-103-8, S. 184â188.
cite-note-4444. â Abbildung am Anfang des Artikels; Text der Berliner Gedenktafel von 1995: In diesem Hause lebte von 1905 bis 1933 die Schriftstellerin Else Ury | 1.11.1877 â 12.1.1943 | Die Verfasserin der Nesthäkchen-Romane wurde 1935 aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen | 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und dort umgebracht.
cite-note-4545. â Helmut Zimmermann: Hannovers StraĂennamen â Veränderungen seit 2001. In: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge 57/58 (2003), S. 277â286.
cite-note-4646. â Familienbibliothek Else Ury â Unterwegs. 24. Juni 2022, abgerufen am 8. Juli 2022.
cite-note-asper-kempin-m-nchmeyer2-4747. â Barbara Asper, Hannelore Kempin und Bettine MĂźnchmeyer-SchĂśneberg: Wiedersehen mit Nesthäkchen. Else Ury aus heutiger Sicht. S. 115.
cite-note-barbara-4848. â Barbara Asper: Else Ury. In: Kinder- und Jugendliteratur. Ein Lexikon. Corian Verlag (Loseblattsammlung).
cite-note-asper-kempin-m-nchmeyer-4949. â Barbara Asper, Hannelore Kempin und Bettine MĂźnchmeyer-SchĂśneberg: Wiedersehen mit Nesthäkchen. Else Ury aus heutiger Sicht. S. 120.
cite-note-asper-kempin-m-nchmeyer-3-5050. â Barbara Asper, Hannelore Kempin, Bettine MĂźnchmeyer-SchĂśneberg: Wiedersehen mit Nesthäkchen, Else Ury aus heutiger Sicht, S. 147.
cite-note-5151. â Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Abgerufen am 16. Januar 2026.